Recht und französische Literatur

Presse Umbraco Pieroth RufranzlitIn seinen Werken über „Recht und Literatur“ bringt Bodo Pieroth zusammen, was zusammen gehört: Literatur nutzt die Sprache zur Darstellung menschlicher und gesellschaftlicher Realität, Recht bedient sich ihrer zur Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens und zur Lösung der sozialen Konflikte. Immer wieder hat sich die Literatur mit zentralen Problemen des Rechts befasst und hervorragendes Anschauungsmaterial für das Verständnis, die Leistung und die Grenzen des Rechts geliefert. In diesem vierten Band der Reihe präsentiert der Autor dies anhand von 14 Werken der französischsprachigen Weltliteratur.

München, den 29. Juni 2021 - Die in „Recht und französische Literatur“ vorgestellten Werke stammen von den klangvollsten Namen der französischen Literatur, wie etwa Voltaire, Racine, Stendhal, Hugo oder Camus. Neun dieser 14 Autoren studierten selbst Jura. Sie alle werfen in ihren Werken Grundfragen des Rechts auf und geben darauf eine spezifische Antwort, die Bodo Pieroth analysiert und dem heutigen Recht gegenüberstellt.

Teil 1 von „Recht und französische Literatur“ handelt vom Verhältnis von Recht und Staat. Das Recht markiert die Grenze zur illegitimen Gewalt (Jean de La Fontaine), garantiert Freiheit durch Gewaltenteilung (Charles de Montesquieu), stützt sich auf die Vernunft (Voltaire), verdrängt die Normen der Ehre (Prosper Mérimée), schafft nach und nach Gleichheit (Stendhal), wird durch Revolutionen gefördert (Victor Hugo) und wirkt auch im Bürgerkrieg (Jules Vallès).

Teil 2 stellt die Justiz in den Mittelpunkt. Justizsatire trägt zur Fortentwicklung des Rechts bei (Jean Racine). Die Ziviljustiz ist auf den Einsatz der Bürger angewiesen (Honoré de Balzac). Die Strafjustiz ist besonderen Gefährdungen ausgesetzt: durch politische Einflussnahme (Émile Zola), durch herrschende Moralvorstellungen (Guy de Maupassant), durch einseitige Klassenzugehörigkeit der Richterschaft (Anatole France), durch Vorurteile der Richter (Albert Camus) und durch einen unmenschlichen Strafvollzug (Edmond de Goncourt).

Professor Dr. Bodo Pieroth hat nach dem Jurastudium in München, Bonn und Freiburg und dem Erwerb eines Diploms in Nizza 43 Jahre lang an Universitäten gelehrt, unter anderem auch in Frankreich und den USA. In seinen Büchern über „Recht und Literatur“ verbindet er seine juristische Expertise mit seiner lebenslangen Leidenschaft für Literatur. Im ersten Band behandelte er deutschsprachige Werke, in den Folgebänden widmete er sich der US-amerikanischen sowie der britischen Literatur.


Bodo Pieroth,
Recht und französische Literatur,
Verlag C.H.BECK, München, 2021
303 Seiten, gebunden
€ 29,80 [D], ISBN 978-3-406-77374-7

Zum Abdruck frei. Belegexemplare erwünscht.
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